Sicherheit

Kletterschein

Die Kletterscheine "Toprope" und "Vorstieg":

Mit dem Ziel "Kletterschein" wird ein neuer Ausbildungsanreiz geschaffen: eine Art Nachweis dafür, dass der Inhaber Klettern und Sichern gründlich gelernt hat. Die Kletterscheine richten sich vor allem an Jugendliche, aber auch Erwachsene, die Einsteigerkurse besuchen und mit dem Abschluss "Kletterschein" ein klares Kursziel vor Augen haben. "Toprope" und "Vorstieg" sind auch gedacht für "Autodidakten", die das Klettern "irgendwie" gelernt haben und die nun ein Sicherheitstraining mit Erfolgsbestätigung absolvieren wollen.
Kletterschein Toprope

Für Kletteranfänger nach einem Kurs, mit dem Ziel selbständiges Topropeklettern. Gezeigt werden müssen das Anseilen, Einlegen der Sicherung, Partnercheck und Selbstkontrolle, Ablassen sowie Topropeklettern. Mindestalter ist 10 Jahre.

Kletterschein Vorstieg

Für Fortgeschrittene nach einem Kurs, der das selbstständige Vorsteigen zum Ziel hat. Zu den Inhalten vom Kletterschein Toprope kommt Vorstiegsichern, Sicherungsverhalten, im Vorstieg Klettern und Verhalten an der Umlenkung. Mindestalter ist 12 Jahre.

Auch Personen, die bereits klettern, aber keine ordentliche Ausbildung genossen haben, können die Prüfung zum Kletterschein absolvieren und haben somit die Gelegenheit, sich sicherungstechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. Manche werden staunen, was es alles zum Verbessern gibt. Ein ca. vier- bis sechsstündiges "Sicherungstraining" kann hier ausreichend sein für den "Vorstiegs-Schein".

Die Kletterscheine sind eine Aktion mit freiwilliger Teilnahme ohne rechtliche Konsequenzen, vergleichbar mit Leistungsabzeichen anderer Verbände, z. B. den Schwimmabzeichen. Sie sollen keinesfalls als "Führerschein" oder irgendeine Art von Legitimation gesehen werden. Auch der Anspruch, dass damit absolut unfallfreies Klettern garantiert ist, darf nicht gestellt werden. Die Absolventen bekommen ihren Kletterschein in Form einer scheckkartengroßen, sowie ein ausführliches Begleitheft mit allen Inhalten und Erläuterungen.

Sicherheit

Der Deutsche Alpenverein (DAV) ist mit rund 670.000 Mitgliedern die größte Bergsteigervereinigung der Welt. Der DAV setzt als Mitglied des Deutschen Sportbundes und Fachverband für Alpinistik Maßstäbe für die alpine Ausbildung. Ein reichhaltiges Kursangebot bietet DAV-Mitgliedern die Möglichkeit, das eigene Können in allen Sparten des Bergsports zu erweitern.
Obwohl Klettern in den Medien gerne als äußerst riskant dargestellt wird, ist es insbesondere in künstlichen Kletteranlagen sicherer als viele andere Sportarten.
Im DAV Kletterzentrum Hamburg legen wir daher größten Wert auf ein strenges Sicherheitsmanagement, das von der Betriebsführung regelmäßig kontrolliert und dokumentiert wird. Damit können wir Risiken, die aus den zur Verfügung gestellten Einrichtungen resultieren, auf ein Minimum reduzieren.
Neben der Generalinspektion durch die Hersteller werden alle Sektoren regelmäßig von unseren geschulten Wandbetreuern einer Sichtkontrolle auf lockere Griffe, durchgescheuerte Schlingen und Karabiner und den allgemeinen Zustand der Wandelemente unterzogen. Auch diese Kontrollen werden in einem Wartungsbuch dokumentiert.
Um das Sturzrisiko möglichst gering zu halten, sind alle Kletterwände in einem sehr engen Raster mit Sicherungspunkten ausgerüstet, in der Regel beträgt der Abstand lediglich einen Meter. Der erste Sicherungspunkt ist normgerecht in der Höhe von drei Metern angebracht. Am Ende der Kletterroute befinden sich komfortable Umlenkketten, die auf ein Vielfaches der tatsächlichen Belastung ausgelegt sind.
"Bouldern" ist Klettern in niedriger Höhe ohne Seilsicherung. Damit Unfallgefahren möglichst gering gehalten werden, darf lt. Benutzerordnung nur in den speziell markierten Boulderbereichen seilfrei geklettert werden kann. Im Außenbereich darf die rot markierte Linie mit den Füßen nicht überschritten werden. Um Verletzungen vorzubeugen, wurden gemäß DIN EN 1176 die Boulderbereiche im Außenbereich mit Kies und im Innebereich mit speziellen Weichbodenmatten ausgestattet.
Im DAV Kletterzentrum Hamburg werden ausschließlich Ausrüstungsmaterialien namhafter Hersteller, die ein CE-Prüfzeichen mit entsprechender Kontrollnummer besitzen und somit den Europäischen Sicherheitsbestimmungen entsprechen, verwendet und eingesetzt. Alle Ausrüstungsgegenstände werden regelmäßig überprüft, gewartet und gegebenenfalls ausgetauscht.
In diesem Zusammenhang möchten wir Euch jedoch darauf hinweisen, dass künstliche Klettergriffe keiner Normung unterliegen. Künstliche Klettergriffe können sich jederzeit unvorhersehbar lockern oder brechen und dadurch den Kletternden und andere Personen gefährden oder verletzen. Das DAV Kletterzentrum Hamburg übernimmt daher keine Gewähr für die Festigkeit der angebrachten Griffe.

Verleihmaterial

Unser Verleihmaterial wird regelmäßig von qualifiziertem Fachpersonal überprüft und bei Verschleißerscheinungen umgehend ausgetauscht. Es wird ausschließlich mit CE-zertifiziertes Klettermaterial verwendet. Besonders danken wir unserem Partner edelrid für die freundliche Unterstützung mit hervorragenden Ausrüstungsgegenständen.

Wir bitten um Verständnis, dass nur Personen den Verleih benutzen dürfen, die eine gültige Eintrittskarte vorweisen können und über die allgemein anerkannten Sicherungs- und Kletterkenntnisse verfügen. Die Benutzung der Kletteranlage und der verliehenen Ausrüstungsgegenstände erfolgt auf eigene Gefahr, eigenes Risiko und eigene Verantwortung.